Unser Projekt in Deva, Rumänien

 

Artikel aus "pfarremauer.at"

 

Die Sache Jesu braucht Begeisterte

Mit diesem Lied wurde am 3. März 2017 der Franziskaner Pater Csaba Böjte im Pfarrsaal Mauer-St. Erhard begrüßt. Altpfarrer (und Obmann des „Caritativen Vereins Kinder von Deva“) Georg Henschling und P. Csaba feierten gemeinsam mit uns die heilige Messe. Wir erbaten Gottes Segen für P. Csaba und die Kraft, das Werk der Liebe weiterzuführen.

Erhard Alexitsch war an diesem Abend wegen einer Knieoperation verhindert – seine Frau Traudl (selbst mit gerissenem Seitenband) führte tapfer durch den Abend; István Hochbaum übersetzte wie gewohnt. 

P. Csaba dankte allen, die mit ihm gemeinsam für „die Kinder von Deva“ sorgen.

Oft wurden P. Csaba in den langen Jahren seines Wirkens von den rumänischen Behörden große Schwierigkeiten bereitet, – er wurde sogar mit Gefängnis bedroht – trotzdem hat ihn dies alles nicht von seinem Weg abgebracht. P. Csaba ging mit Gottes Hilfe den Weg, den der Herr für ihn im Blick hatte: „Armen Obdach gewähren, Hungrigen Brot geben“.

P. Csaba hatte anfangs nur gehofft, dass seine Arbeit Früchte bringen wird. Jetzt weiß er es und viele andere können es auch sehen, dass Zuwendung und Liebe, Vertrauen und Tatkraft „wahre Wunder“ vollbringen können.

P. Csaba erzählte von einem Buben, der im Alter von 10 Jahren mit den Worten zu ihm gebracht worden ist: „Sie müssen ihn aufnehmen; er ist so schlimm, dass man ihn bei einer Rückkehr in seinem Ort erschlagen würde.“ Als einziger der damaligen 5. Klasse schaffte er die Matura. Heute hat er Familie und einen Beruf. Er hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt und leitet nun ein Pferdegestüt.

Schwerter werden zu Pflugscharen

Die Gäste, die P. Csaba an diesem Abend begleiteten, kommen aus Salonta, einer Kleinstadt, wenige Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt.

Pater Csaba erzählte, wie dieses Heim entstanden ist: Der Bürgermeister wollte P. Csaba ein Kasernen-Gelände schenken (erbaut um 1918 für ungarische Husaren, in der Folge mit wechselvoller Geschichte). Csaba hat keine guten Erinnerungen an seine Militärzeit und wollte nicht annehmen, ließ sich aber überreden, die 5 lange nicht benutzten und verfallenden Gebäude wenigstens anzuschauen. Für ihn waren sie „ein Nest des Krieges“. Csaba betete, notierte seine Gedanken („Schwerter zu Pflugscharen“) und stellte sie „ins Netz“.

Ein nach Amerika ausgewanderter Italiener und seine aus Japan stammende Frau finanzierten letztendlich die Renovierung von 4 der 5 Häuser. Csaba konnte ein „Heim des Friedens“ schaffen. Die rumänischen Behörden besichtigten den Erfolg und verlangten, auch noch die 5. Ruine herzurichten. P. Csaba hatte kein Geld mehr, aber es gelang ihm, die Behörden zur Finanzierung der Renovierung dieses Gebäudes zu bewegen.

Derzeit leben in Salonta 92 Kinder und Jugendliche in 10 Sozial-Familien; Istvan Makai, der Leiter dieses Heimes, war ebenfalls unser Gast. Zehn Jugendliche erzählten uns über ihr Leben in der Stiftung. Die meisten leben bereits 6 bis 10 Jahre in den Familien, einige gemeinsam mit Geschwistern (ein 16 jähriger Bursche erzählte stolz, dass er 15 Geschwister hat). Sie sind frohe Menschen und alle haben freundliche und offene Gesichter. 

Fünf Jugendliche sangen mit Gitarren- und Keyboardbegleitung deutsche und ungarische Lieder, ein Mädchen sang sogar ein Solo für uns.

Márika Pál, die wir bereits als langjährige Mitarbeiterin der Stiftung kennen, betreut und versorgt derzeit Familien in Or??tie (nahe Deva), die in übergroßem Elend, in Armut und Not leben. Sie kann Kindern das Leben retten, wenn sie diese Menschen aufnimmt. In der Stiftung finden sie eine Zukunft. Márika erzählte von ihrer Berufung zu dieser Aufgabe und dankte schließlich allen, die ihr ermöglichen, Hilfe zu leisten. Sie zitiert P. Csaba: „Es ist gut, Gutes zu tun.“

Derzeit leben in der Kinderschutzorganisation P. Csabas („Stiftung Heiliger Franziskus“) rund 2.600 Kinder in 83 Häusern. Mehr als 3.000 Jugendliche sind bereits in die Welt hinausgegangen, haben einen Beruf erlernt und selbst Familien gegründet. Pater Csaba kennt alle „seine“ Kinder mit Namen und mit ihrer Lebensgeschichte. Viele von den „Alt-Stiftungskindern“ sind heute Erzieher oder Mitarbeiter der Stiftung.

Wie schon im vergangenen Jahr boten nun die Kinder und Jugendlichen ihre selbst hergestellte Basteleien und ihre selbst gezogenen und getrockneten Teemischungen an.

Vor der Agape, die wieder von der Familie Peer und von Gerti Werner mit „ihren Damen“ ausgerichtet wurde, stellte Traudl Alexitsch das von ihrem Mann verfasste Buch vor: „Die Kinder von Deva“, den ersten von zwei Bänden. Das Buch umfasst Begegnungen mit Csaba Böjte, mit Kindern, Lehrern und Erziehern im Lauf der Jahre 1991 bis 2001. Wir dürfen uns schon auf die Fortsetzung freuen!

Verla Twaroch
action 365

 

 

Immer noch Wüste - mit Oasen der Hoffnung


Drei Tage in P. Csabas (Zauber-)Reich öffnen uns die Augen für zwei Wirklichkeiten: Aufbau, Förderung durch liebevolle Begleitung, Erweiterung, gemeinsames zukunftsorientiertes Lernen und Tun, Lebensfreude; alles eingebettet in Glaube, Gottvertrauen und Hoffnung - versus Misswirtschaft, Korruption, Lethargie, Hoffnungslosigkeit, hohe Arbeitslosigkeit.

Insgesamt sind in den letzten 20 Jahren ca. 4.500 Kinder durch P. Csabas Lebensschule gegangen. Viele von ihnen haben sich als Sauerteig für das Land bewährt.

2.380 Kinder und Jugendliche leben und lernen dzt. in 72 Einrichtungen bei P. Csaba. Zwölf Maturanten wurden Ende Juni in Deva verabschiedet. Alle, die Schule und Heim verlassen, sind dort jederzeit gern gesehene Gäste. Die Kontakte werden gezielt aufrechterhalten, Arbeitsplätze vermittelt, nicht wenige in der Stiftung selbst, als Erzieher oder Lehrer. Handwerkliche Berufe haben keine Chance. Darum forciert die Politik eine Schullaufbahn. Das führt aber zu einer hohen Versagensquote. - Resultat siehe oben.

Um diesen Tendenzen gegenzusteuern, entsteht beispielsweise ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Lehrausbildung, nicht zuletzt auch, um gewissen EU-Bestimmungen (Viehhaltung) Paroli zu bieten. Der Betrieb versorgt zusätzlich auch die Heimkinder.

Herzlicher Empfang in Deva

Dienstag, 18. Juni. - Nach einem Reisesegen am Treffpunkt Göttlesbrunn (drei Autos, elf Reiseteilnehmer) treffen wir, wie geplant, zur Abendmesse in Deva ein. Istvan Hochbaum übersetzt die Predigt und die Lehrerin Eva Nagyfalusi die feierlichen Ansprachen in tadelloses Deutsch. Anschließend werden Kinder und Jugendliche, die Besonderes für die Gemeinschaft geleistet haben, mit kleinen Geschenken bedacht. Schließlich eine liebevolle Geste: Gerti Werner, die eigentliche Initiatorin der Patenschaften, wird mit einem prachtvollen Azaleenstock geehrt, den sie ausdrücklich für die Gemeinschaft der Spender und Paten entgegennimmt.

Die Kirche ist schon fast leer, plötzlich kommt Casandra auf uns zu und begrüßt uns herzlich (siehe "Das kleine Wunder an Casandra", Ausgabe 37-5). Es scheint ihr gut zu gehen, sie freut sich, uns wieder zu sehen. Mit der Leiterin der Stiftung, Caecilia Palko, besprechen wir die notwendige Nachbetreuung in Wien, die auf sie zukommt. Wir überlegen die Möglichkeiten des Transports von Deva nach Wien und retour; der "Caritative Verein Kinder von Deva" wird die Kosten dafür übernehmen.

Der Mittwoch beginnt mit Aufführungen im Hof des Klosters. Schmetterlinge, Prinzessinnen, Kobolde stellen Märchen dar, es wird gesungen und getanzt. Von den Kleinsten bekommen wir eine Papiertulpe überreicht. So werden bei den Kindern Talente gehoben und entwickelt. Eine wahre Freude.

Die Kinder vom Jiul-Tal

Die Stadt Petrosani liegt ca. 90 km südlich von Deva im Jiul-Tal, dem Armenhaus der Gegend. P. Csabas spontane Art, den Besuch ganz kurzfristig anzukündigen, bringt Schulleiterin Eva Acs ganz schön ins Trudeln. Mit dem Klassenbuch und Diplomen unterm Arm zeigt sie uns trotzdem geduldig das Haus. 112 Kinder und 80 Externe werden hier versorgt. (Die staatliche Schule ist nebenan, viel Beton, kein Garten.) Nur ganz wenige Kinder werden bei Schulschluss von ihren Eltern abgeholt. Die anderen haben keine Eltern mehr! 78 Kinder werden daher die Ferien über im Heim bleiben.

Die Situation verschlechtert sich Jahr für Jahr, selbst 2009 war die Arbeitslage schon etwas besser. Eltern wandern aus und lassen ihre Kinder zurück. Von allzu kinderreichen Familien leben oft mehrere Geschwister jahrelang bei Pater Csaba. Täglich stehen Neue vor der Tür, trotz Ausbaus des Heimes fehlt es an Platz. Jede "Mutter" betreut 12 bis 14 Kinder in ihrer Wohngemeinschaft. Es werden auch die Familien der Kinder nicht allein gelassen, auch sie werden so gut wie möglich mitversorgt. Die Kinder im Jiul-Tal sind vielfach krank, kleinwüchsig und schlecht ernährt.

Nach einem Mittagessen ist um 15 Uhr hl. Messe in der Kapelle. P. Csaba predigt ausführlich über den Feigenbaum, der nur Blätter, aber keine Früchte trägt, und nur knapp dem Verderben entgeht. Der Feigenbaum als Lebensmodell. Die Kinder sollen ihre Talente ja nicht vergraben. Das Tun ist wesentlich für ihre Zukunft. Fehler zu machen, ist weitaus weniger schlimm als das Nichtstun. Später versammeln wir uns im Turnsaal zu einer Aerobic Darbietung. Beachtlich, was Jugendliche und Kinder leisten können!

Der Kaffee darf nicht fehlen, aber Milch? Milch ist Mangelware - keine Kühe bei so viel Weide- und Brachland, auch Schafherden sind kaum zu sehen.

Wir fahren zurück nach Deva. Ein herrliches Abendessen erwartet uns. Wir sind beeindruckt von Csabas Aktivitäten.


95 und noch tätig - P. Antal Biró

Am Donnerstag, nach dem Frühstück im Hotel, geleitet uns Csaba Varga, der Musiklehrer, nach Ilia zum "Roten Turm", den Csaba vor Jahren erworben hat und renovieren ließ. Dieser Rest einer Bethlen-Burg, ein Renaissance-Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, ist umgeben von einem großen Garten, der von den Kindern aus Deva für Feiern genützt wird. Eine ausführliche Dokumentation gibt Auskunft über die einstigen Besitzer.

Gegen Mittag fahren wir nach Ora?tie. Im Garten des dortigen ehemaligen Klosters feiern wir mit P. Antal Biró Wiedersehen. Er ist 95 Jahre alt und freut sich seines Lebens an diesem friedlichen, schönen Ort, wo er noch tätig sein darf.

Es ist ein Geschenk, mit Freunden um einen großen Tisch zu sitzen, zu essen, zu trinken, zu plaudern und Neues zu erfahren.

Aus dem Stegreif

Um 16 Uhr ist hl. Messe. Eine kleine Ministrantin liest am Altar eine lange Lesung ohne Stocken. P. Csaba fotografiert (die Kamera liegt griffbereit auf dem Altar), Evangelium, dann delegiert P. Csaba kurzerhand die Predigt an Pfarrer Henschling. Der findet - zunächst verblüfft - aus dem Stehgreif berührende Worte, wie ihn seine Mutter das Vaterunser gelehrt hat.

Später steht auch P. Antal am Altar. Das Vaterunser beten wir hier ungarisch, rumänisch und deutsch. Schlusssegen. Der Altar wird zur Seite gerückt und nach einer kurzen Pause präsentieren sich Kinder aller Altersgruppen mit Gesang, Pantomime, Märchendarstellungen, Gedichten. Diplome werden verteilt, uns "edlen Spendern" (mir ist das peinlich) wird mit Blumen gedankt.

Nach dem Abendessen - wir waren zurückgekehrt nach Deva - gestalten drei Maturanten den Abend im Innenhof des alten Klosters. Einer spielt Gitarre und singt mit angenehmer Stimme selbst getextete Lieder; einer spricht über sein Leben bei P. Csaba und der Dritte liest eigene Lyrik. Berührend. Csaba wünscht sich zum Abschluss eine Gesprächsrunde. Wir sagen gerne zu, trotz drückender Hitze.


Fröhlich, angstfrei und locker

Csabas Fragen an uns:

1) Welchen Eindruck werden wir nach Hause mitnehmen?
2) Wie soll es weitergehen?

Das Resümee lautet ziemlich einstimmig:

1) Die Kinder und Jugendlichen sehen gesund, sauber und gut gekleidet aus. Sie sind fröhlich, angstfrei, locker, umringen P. Csaba, hängen an ihm, lieben ihn.

Sie lernen gut, setzen sich füreinander und für die Gemeinschaft ein, werden dafür gelobt. Sie sind sportlich, oft musisch begabt und werden gefördert. Besonders auffallend ist die Disziplin.

Und warum? Weil alle liebe- und verständnisvoll umsorgt, betreut, trainiert, unterrichtet und geleitet werden. Weil Erzieher und Lehrer wie Eltern sind - die es ja leider kaum gibt -, weil alle wie in einer großen Familie leben, in der sie keine Benachteiligung erfahren müssen.

2) Die Strukturen sind wohlüberlegt und zukunftstauglich. Die Erzieher und Lehrer kommen vielfach aus den eigenen Reihen und sind gut ausgebildet. Sie sind auf der franziskanischen Schiene hoch kreativ. P. Csaba ist der richtige Lokführer für diesen 72-Waggon-Zug mit 2.380 Passagieren. Er macht ordentlich Dampf, aber ohne Kohle kann auch er nicht fahren. D.h., er braucht Kohlelieferanten und - Beter!

Freitag. Heimreise. Nach einer sehr warmen Nacht (es sollte ein noch heißerer Tag werden) machen wir die Wallfahrt nach Maria Radna im kühlen Auto. In der Kirche ist es feucht, staubig. Das Umfeld sieht traurig, ja desolat aus. Die Alleebäume waren teilweise gefällt worden.

Wir singen und beten vor dem Gnadenbild - eine alte Tradition von uns Rumänienfahrern. Nach dem Reisesegen von Pfarrer Henschling trennen sich unsere Wege, es geht wieder heimwärts.

PS: Gott sei Dank gibt es P. Csaba. Er lud ein, wer möchte, könnte für eine längere Zeit in Orastie bleiben und Deutsch unterrichten. Vielleicht wäre das die Möglichkeit, auf offen gebliebene Fragen eine Antwort zu finden.

Maria Mairinger
action 365

 

 

Auf diese Menschen ist Verlass!

 

40 Jahre Kommunismus hatten Rumänien ruiniert. Der Bevölkerung fehlte es am Notwendigsten, soziale Bande waren zerrissen, die Kirche verfolgt, Klöster enteignet. Übrig geblieben sind ein paar kitschige Regierungspaläste und ein verödetes Land.

Deva - wo alles begann

In Deva, einer mittelgroßen Kreisstadt in Siebenbürgen, steht seit Beginn des 18. Jahrhunderts ein Kloster. Die Franziskaner lebten hier bis 1948 unbehelligt, dann wurden sie interniert. Das Gebäude übernahm der Staat. In den Jahren 1970 und 1974 wurde das Gelände von Überschwemmungen verheert. Daraufhin gaben es die unrechtmäßigen Besitzer auf; zehn Jahre blieb das Kloster unbewohnt. Anfang der 80er-Jahre begann die Kommune die Fassaden herzurichten. Im Inneren aber wurden Möbel, Türen, Fenster und Parkett verheizt, der Verputz abgeschlagen. Es folgten weitere Jahre des Verfalls.

Den Machthabern entrissen und den Kindern geschenkt

Vor 20 Jahren hatte der junge tatkräftige Pater Csaba den Ordensauftrag, die Ruine wieder instand zu setzen. Zuvor aber musste er es den früheren Machthabern wieder wegnehmen, besaß dafür aber weder Brief noch Siegel! Die übrigen Franziskaner waren alt und krank. So lastete die Aufgabe allein auf Pater Csabas Schultern.

Ein lächerlich geringes Startkapital

Csaba verfügte anfangs nur über 5.000 Lei (das entsprach etwa ein paar hundert Schilling). Damit kaufte er Parkett ein, weil es damals gerade günstig zu haben war. Ständig im Konflikt mit den Behörden, arbeitete er unbeirrt weiter, immer im Vertrauen auf Gott und auf die Hilfe der Freunde - vor sich die Vision: "Ich möchte die traurigen Kinderaugen zum Lachen bringen." Er meinte die vielen verwahrlosten Kinder aus zerrütteten Verhältnissen, die er aufnahm, sie sollten ein Zuhause und eine gediegene Ausbildung erhalten. Er hatte die Tradition der Franziskaner im Schulwesen vor Augen.

Pater Csaba - ein Phänomen

Csaba Böjte war Elektrotechniker, ehe er für ein Jahr als Bergarbeiter nach Harghita ging. Als Folge dieses harten Lebens und im Bewusstsein des grausamen Schicksals seines Vaters, der nach Folter und Leiden frühzeitig starb, entschloss sich Csaba, Priester zu werden.

P. Csaba weiß, was er will und geht zielstrebig vor, voller Ideen und kämpferisch für die Kinder, Eigenschaften, die ihm den Erfolg bringen. Er ist immer gut für Überraschungen. Man sagt ihm nach, selbst wenn er bei der Tür hinausfliegen würde, durchs Fenster käme er wieder herein!

 

Die segensreiche Hand

Die Früchte seiner Zielstrebigkeit zeigten sich bald: Das Projekt Deva entwickelte sich zusehends gut. Die Volksschule konnte im Herbst 1994 starten - zunächst noch ohne behördliche Erlaubnis. Der Mut P. Csabas wurde belohnt: Die Schule ist als Stiftung "Hl. Franziskus" im Jahr darauf anerkannt und in der Folge sogar mit geringfügigen staatlichen Beiträgen unterstützt worden. Die Zahl der Kinder wuchs, das Kloster platzte bald aus allen Nähten.

So entschloss sich P. Csaba, in nebenstehenden Wohnblöcken Wohnungen zu kaufen, um dort für Kinder und Erzieher - ähnlich einer Kinderdorf-Familie - ein Zuhause zu schaffen. Dazu brauchte er Geld, viel Geld. Im Land selbst war nicht ausreichend viel zu holen. P. Csaba suchte nun Unterstützung aus dem Ausland. In Österreich, Deutschland, Ungarn, sogar in Übersee fühlte man sich solidarisch.

Auf die Menschen ist Verlass!

Gerti Werner, eine gestandene Maurerin, lernte 1991 in einem Glaubensseminar eine ehemalige Lehrerin aus Siebenbürgen kennen. Diese erzählte von Pater Csaba, der damals ein Jugendzentrum in Dej leitete, und als dieser nach Deva kam, war es Gerti klar, dass hier Hilfe nötig war.

Dank der Hilfsbereitschaft ihrer Freunde - auch über die Pfarre Mauer hinaus - wurden mehrere Transporte nach Deva organisiert, mit Maschinen (sogar einer Mischmaschine), Werkzeug, Lebensmittel, Bekleidung usw. Die Fortschritte der Renovierung erstaunten.

Gerti Werner als treibende Kraft

Im Pfarrblatt schrieb sie darüber: "Auf unsere Frage bezüglich weiterer Hilfe bat uns Pater Csaba um Patenschaften für die Kinder. Diese Bitte ließ uns etwas ratlos nach Hause fahren (1994). Vom Überfluss unserer Güter zu geben, fiel uns nicht schwer, aber uns auf S 450,- monatlich zu verpflichten, schien uns fast unmöglich. Doch wir lernten tatsächlich Leute kennen, die sich an dem Projekt Deva beteiligen wollten."

Gerti schaffte es dank ihrer Begeisterung, innerhalb von wenigen Wochen mehr als ein Dutzend Patenschaften für die Kinder von Deva zu akquirieren. Ein kleines Wunder.

Persönlich vorgetragene Werbung, Information und zwei Rumänien-Reisen brachten bis heute an die 100 Patenschaften! Mit diesen Beträgen - wir bitten um je € 35,- pro Monat - kann Pater Csaba in Rumänien viel erreichen. Die monatlichen Fixbeträge geben ihm Halt und Planungssicherheit.

Vertrauen stärkt

Pater Csaba könnte seine Vorhaben nicht ausführen, wüsste er nicht um die verlässliche Hilfe seiner Unterstützer. Aus seinem tiefen Glauben schöpft er Kraft für seine schwierige Aufgabe; aus dieser Hoffnung schenkt er Freude und Zuversicht für eine bessere Zukunft. Heute studieren die Kinder in Klausenburg oder arbeiten bereits. Einige der jetzigen Erzieher oder Betreuer-Eltern kamen vor Jahren als Kinder in die Schule zu Pater Csaba.

P. Csaba versucht Zellen einzurichten, die helfen sollen, den wahren Aufbruch seines Landes zu schaffen. Die Familienidee ist es, die er hochhält. Er möchte Verantwortungsbewusstsein in die jungen Menschen pflanzen. Sie sollen lernen, einander zu helfen.

Nicht Fische geben, sondern fischen lehren! Hilfe zur Selbsthilfe. Die Patenschaften sind die unverzichtbare Grundlage für die Zukunft dieser Kinder.

Ein Beispiel für gelebte Weltkirche

Die Stiftung "Hl. Franziskus-Stiftung" ist ein Beispiel dafür, wie über Grenzen hinweg Völkerverständigung gedeihen kann. P. Csaba und "seine Kinder" sind uns längst Freunde geworden, wir nehmen immer wieder gerne ihre Einladung an, sie alle und die Einrichtungen der Stiftung zu besuchen. Zurzeit leben dort übrigens 2.350 Kinder an 65 verschiedenen Orten! Unglaublich.

Die große Dankbarkeit

So hat er in den vergangenen Jahren schier Unmögliches geschafft. Aus einem verfallenden Kloster schuf er eine Stätte des Wohlbehagens für Kinder.

Pater Csaba sagte einmal zu uns: "Wenn der Spruch wahr ist, dass derjenige, der jemandem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, nicht umsonst gelebt hat, dann müssen Sie wissen, dass Sie viele, zum Trauern und Weinen gewöhnte Kinder wieder zum Lachen gebracht haben."

 

Erhard Alexitsch

 

 

Jung und Alt - Besuch aus Deva


Banges Warten - immerhin ist P. Csaba mit seinen Begleitern seit 3 Uhr morgens unterwegs -, dann große, herzliche Begrüßung in der Pfarrgemeinde Mauer. P. Csaba kam mit P. Antal Biro, Cecilia Palko, der Buchhalterin, ihrem Mann, der den Bus fährt, und sechs Jugendlichen aus Deva.

Der Pfarrsaal ist dicht besetzt, auch Freunde aus Laab und von der action 365 sind gekommen. Gerti Werner stimmt das Eingangslied zur hl. Messe an. Die Franziskaner Antal undCsaba zelebrieren gemeinsam mit Pfarrer Henschling. "Freunde, wir fangen an" - bald danach predigt P. Antal auf Deutsch.

Er ist 94 Jahre alt und hat viel zu sagen. Eindringlich, bestimmt, freudig und feurig! Er erzählt seine Lebensgeschichte als Franziskaner während der russischen Besatzung. Seine verkrüppelten Hände und Füße geben Zeugnis von Lagerleben und schrecklichen Entbehrungen. Seit 70 Jahren Priester, leitete er verschiedene Gemeinden, u.a. die schwäbisch-deutsche Gemeinde in Temesvar. Er war Lehrer und Professor. Mehrmals betont er die Frage, die seinerzeit jungen Priestern gestellt wurde: "Ist euch bewusst, was ihr gelobt habt?" und "Gott ist unser Alles!", das Gebet des hl. Franziskus, das ihm sehr geholfen hat. Voll Begeisterung spricht er für das Werk P. Csabas und ist dankbar für seine hilfreiche Tätigkeit im Kloster Orastie, die, wie er überzeugend meint, sein Leben verlängert hat, die sein Leben sinnvoll macht. Man sieht ihm das an an diesem Abend.

P. Csaba erzählt

Nach dem Gottesdienst berichtet Csaba von mehreren Kindern und ihrem Schicksal. Er erinnert sich an einen Anruf von András Márton, den er seit den Anfängen seiner Tätigkeit in Deva kennt: "Es gibt ein Problem!" - "Nur eines?"- "Nein, drei!"

Das mittlere der "3 Probleme" steht vor uns: Hübsch, schlank, es geht schon in die 12. Klasse!

Die jungen Leute bedanken sich

Endlich dürfen die jungen Leute ihre Lieder vortragen. Einer begleitet auf der Gitarre, ein Anderer spricht in fast fehlerfreiem Deutsch über die Situation der Kinder und Jugendlichen und betont die Dankbarkeit den Paten und P. Csaba gegenüber. Alle sehen einfach bezaubernd aus.

Gibt's nur solche braven Kinder? wird gefragt. Nein. Einer von den Burschen erzählt. Er war von Deva weggelaufen, heim zum Vater, aus Sehnsucht nach ihm. Aber Schwierigkeiten in der Familie und in der Schule haben ihn erkennen lassen, dass Gott für ihn anderes vorhat. Er ist nach zwei Jahren zurück in sein zweites Zuhause. Jetzt ist er der Beste der Klasse.

Ein Anderer schreibt Gedichte, um seine Probleme aufzuarbeiten. Zurzeit auf Ungarisch, aber vielleicht auch einmal auf Deutsch. Bei P. Csaba ist er schon seit elf Jahren.

 

Das große Wunder

Insgesamt haben seit 1992 rund 3.800 Kinder seine Heime und Schulen besucht. Derzeit sind es 2.300, die dank der gemeinsamen Anstrengungen, der tätigen Hilfe und der vielen Spenden in Siebenbürgen betreut werden können. Für P. Csaba ist es wie ein Wunder, dass aus seinen Kindern große Kinder geworden sind, und jetzt auch noch Eltern mit eigenen Kindern.

Da er nur Kinder mittelloser Eltern aufnimmt und der Staat nur ca. 1/3 der Schulkosten übernimmt, muss er betteln. Betteln, sagt er, sei die Sache der Franziskaner.

Und wenn 130 Kinder frieren, weil die Heizung ausgefallen ist, und ein Brief nach Mauer umgehend das nötige Geld für drei neue, bessere Öfen für das Heim in Sovata bringt, dann ist das ein Beweis für eine intakte Familiengemeinschaft über Grenzen hinweg!

Wo bleiben die Handwerker?

Die Antwort auf die Frage, wie das Schulwesen sei, ob es Handwerker gibt, ist niederschmetternd. Alle Fachschulen waren vor Jahren plötzlich verpönt, alle sollten zur Matura antreten dürfen. Etwa 64% sind dabei durchgefallen. Immerhin kam die späte Erkenntnis, dass wieder Fachschulen eingeführt werden müssen.

Die Lage in Rumänien ist auch sonst vielfach traurig und unbegreiflich. In den ersten 10 Jahren nach der Öffnung sind beispielsweise 10.000 Ärzte außer Landes gegangen ...

Die Hoffnung blüht

Zum Abschluss dankt Gerti Werner allen und betont nochmals, wie wichtig diese Familiengemeinschaft auch für den Glauben in Mauer ist. Voll Hoffnung können wir sagen: das Aufbauwerk von P. Csaba blüht und gedeiht!

Dank auch wieder an Istvan Hochbaum, der uns mit seiner Übersetzung P. Csabas Anliegen verständlich macht. Und schließlich dankt Erhard Alexitsch allen, die gekommen sind, und stellt kurz eine geplante Reise nach Deva vor. Zuletzt lädt er zum Buffet ein, das die Laaber Familien wieder so schmackhaft vorbereitet haben.

Auch ihnen sei herzlich gedankt!


Maria Mairinger
action 265

 

Kultur und Freundschaft - eine Reise nach Rumänien

Eine vom Rumänienteam der Pfarre Mauer und Mitarbeitern der action 365 initiierte Reise im Mai 2010 brachte ungewöhnliche Erfahrungen. Die Autorin gibt hier auszugsweise ihre Eindrücke und die Stimmung dieser Woche wieder.

Nach einem kurzen Besuch der barocken ungarischen Stadt Eger auf der Anreise nach Satu Mare, besuchten wir ausgiebig das wohl noch immer ursprünglichste Gebiet Rumäniens in den Karpaten – die Maramuresch. Auf der Fahrt entlang der ukrainischen Grenze findet man zahlreiche Holzkirchen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurden.

In fast unberührter Natur kommen wir über Bergstraßen durch dichte Laubwälder in das Dorf Sãpânþa an der Theiß, bekannt durch seinen „Lustigen Friedhof“, der einzige dieserArt auf der Welt. Die Grabkreuze sind mit verschiedenen geschnitzten Ornamenten geschmückt und mit meist lustigen Versen beschrieben, die das Leben des Verstorbenen schildern.

Die berühmten Holzkirchen

200 m abseits der Hauptstraße über Stufen erreichbar steht auf der Höhe die Kirche von Deseºti inmitten der mit bunten Kunstblumenkränzen geschmückten Gräber. Diese, wie alle anderen Holzkirchen, ist in traditioneller Handwerkskunst erbaut, nur unter Verwendung von Hartholznägeln.

Weiter geht es nach Surdesti, 10 km südlich von Baia Sprie. Flechtholzzäune umgrenzen den Friedhof. Durch ein geschnitztes Tor gelangen wir zur Kirche mit dem extrem hohen Turm mit Galerie. Vom Boden bis zur Kreuzspitze misst er 72 m, somit eines der höchsten Holzbauwerke der Welt. Hier können wir auch den mit biblischen Szenen reich bemalten Innenraum bewundern. Die Böden und Bänke sind mit dicken, selbstgewebten Teppichen bedeckt, die Ikonenbilder tragen bestickte Schaltücher, und gestickte Vorhänge zieren die Fenster. Die vieleArbeit, die von der Bevölkerung Surdestis für ihre Kirche aufgebracht wird, die endlosen Stunden, in denen Teppiche gewebt und Tücher bestickt werden, machen diese Kirche zu einem Teil der Bevölkerung, so als sei sie der schönste gemeinsame Andachtsraum des Dorfes.

Anders als die Moldauklöster, die von den Herrschenden erbaut und gestiftet wurden, sind diese Holzkirchen aufgrund des Willens und nach den Vorstellungen der hier lebenden Menschen gestaltet und errichtet worden.

Über Cluj (Klausenburg) und Alba Iulia (Karlsburg bzw. Weißenburg), wo wir die orthodoxe Kathedrale, die katholische Michaelskirche und die Festung besichtigten, kommen wir am dritten Tag unserer Reise nach Orãstie (Broos) und treffen im Kloster mit Pater Csaba zusammen.

Begegnung mit Pater Csaba und den Kindern

Viele ältere Kinder, die ihre ersten Jahre hier verbracht haben, spielen gemeinsam mit den Kleinen in Hof und Garten – sie kamen, um tags darauf, am Sonntag, das Fest „10 Jahre Orãstie“ mitzufeiern. Hier in diesem Wohnheim für 69 Kinder zwischen 3 und 12 Jahren lebt der 92jährige Pater Antal, der wie ein Urgroßvater die jungen Erzieher mit seinem ungebrochenen Optimismus ermuntert, von diesen geschätzt und von den Kinder geliebt wird.

Wir feiern gemeinsam die hl. Messe und obwohl wir Pater Csabas ungarische Predigt nicht verstehen können, sind wir davon beeindruckt, wie er die Kinder anspricht und einbezieht. Beim gemeinsamenAbendessen erzählt uns der Leiter des Wohnheimes, der mit seiner Frau (Lehrerin) und seinen beiden Kindern in Orãstie wohnt, über seine Arbeit, aber auch über die Sparmaßnahmen der Regierung, die die Löhne, die Kinderbeihilfen und auch die Pensionen kürzen wird. Er war selbst als Kind in Deva und wir merken ihm an, dass er Freude an seiner Tätigkeit hat.

Das Leben in den Sozialfamilien

In Deva besuchen wir einige der 22 Sozialfamilien („Eltern“ oder „Mütter“ leben mit 10 Kindern und ggf. eigenen Kindern in einer Wohnung) und werden freundlich aufgenommen. Diese Eltern erziehen die Kinder mit liebevoller Zuwendung zu Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Hilfestellung der Kinder untereinander ist offensichtlich selbstverständlich. Pater Csaba begegnet „seinen“ Kindern mit liebevoller Güte und wird mit Überschwang und Freude begrüßt. Anlässlich seines 50. Geburtstages hat Pater Csaba von „seinen“ Kindern Stickereien, Zeichnungen etc. erhalten, die auf einer großen Tafel ausgestellt sind.

In der Klosterkirche in Deva feiern wir Gottesdienst – der Kinderchor singt rhythmische Lieder, wir sind beeindruckt von der Aufmerksamkeit und ruhigenAtmosphäre in der Kirche, obwohl an die 150 Kinder mitfeiern.

Wir besuchen das ehemalige Kloster in Petrosani, in dem seit 2005 ein Wohnheim für 88 Kinder, eine Schule für zusätzlich etwa 100 Kinder, sowie ein Tagesheim und ein Kindergarten für 18 Kinder geführt wird. Bei unserer Ankunft können wir kleine Buben beobachten, die den Vorplatz kehren; zwei Buben streiten um einen Besen – Pater Csaba nimmt beide in die Arme und spricht liebevoll mit ihnen – der Streit um den Besen legt sich. Andere Buben waschen das Stiegenhaus auf – wahrscheinlich haben sie uns erst etwas später erwartet. Ein Mädchen auf Rollschuhen flitzt um die Ecke und begrüßt Pater Csaba stürmisch mit leuchtenden Augen. Die Möbel für die Wohnheime und Familien wurden in der von Pater Csaba gegründeten Werkstatt in Deva gefertigt – wir bewundern die gute Arbeit.

Veränderungen

Auf der Rückfahrt nach Deva fahren wir durch eine endlose, trostlose Industrielandschaft nach Hunedoara (Eisenmarkt), die einst größte, heute verrottende Eisenhütte Rumäniens, oder besser gesagt, was heute davon noch übrig ist. Die Industrieruinen werden von der Bevölkerung immer noch als Baumaterialquelle verwendet.

Welche Veränderungen sind mir seit meinem letzten Besuch aufgefallen? Blumenschmuck an vielen Häusern, viele private Neubauten – mit z.T. äußerst farbenfrohen Fassaden und Dächern – neben verfallenden Hausruinen. Weideland mit Kühen, nicht nur mit Schafen; in den Hotels wird Milch angeboten. Neben den vor sich hin rostenden „Industrieruinen“ entstehen neue Fabrikhallen aus Wellblech (z.B. Spanplattenerzeugung).

Die Stiftung Hl. Franziskus

Dieser Besuch der Stiftung hat uns wieder einmal gezeigt, dass Pater Csaba nicht nur ein Priester ist, der die Frohe Botschaft verkündet und lebt und Liebe weitergibt, sondern durch sein mutiges und vorausschauendes Planen ein Zeichen der Hoffnung für Siebenbürgen und ganz Rumänien setzt.

Die Stiftung Hl. Franziskus ist ein leuchtendes Beispiel für geglückte christliche Fürsorge und Erziehungsarbeit. Wir schätzen uns glücklich, dieser wertvollen und wichtigen Einrichtung in nun schon langjähriger Freundschaft verbunden zu sein!

Verla Twaroch
action 365

 

 

Artikel in früheren Ausgaben